Donnerstag, 26. Januar 2012

Ab morgen wieder mal Bestrahlung

Neuigkeit Nummer 1:

Ab morgen habe ich mal wieder das "große Vergnügen" täglich in der Strahlentherapie vorstellig zu werden. Die Mitarbeiter dort hatten mich auch schon ganz arg vermisst :-P
Heute hatte ich nach dem Gespräch mit meinem Oberarzt und der Blutabnahme schon die Aufklärung und auch direkt die Simulation und CT-Planung für die Therapie.
Insgesamt soll es über drei Wochen gehen, also 15 Werktage und an jedem bekomme ich eine Dosis von 3 Gy (sprich: Gray). Das ist eine recht ordentliche Tagesdosis, die hoffentlich die Stellen am und im Arm und Schulter zum schmelzen bringt! Die kleinen Knubbel an der Brust kann man wegen der Lunge nicht so gut bestrahlen.


Neuigkeit Nummer 2:

Das Gespräch mit meinem Oberarzt der Onko hat ergeben, dass mein Tumor zwar den Tumormarker vom Eierstockkrebs hat, aber bei weitem nicht so hoch, wie bei erkrankten Frauen. Also wäre eine Therapie nach diesem Protokoll wohl auch nicht so erfolgsversprechend, zu mal ich ein Medikament von dieser schon einmal bekommen habe. Auch von der Oberflächenstruktur sind sie sich nicht so ähnlich.

Nun liegt es an mir, wie man weiter vorgeht. Der Tumor hat ja leider jetzt schon sehr gestreut, somit wird es mit einer Heilung auch immer schwieriger... Bei meinem Tumor sowieso. Aber grade bei so seltenen Erkrankungen kann es auch niemand jemanden genau sagen, deswegen hoffe ich trotzdem noch!

Ich könnte zum Ersten die Chemotabletten weiter nehmen, was ich jetzt während der Bestrahlung sowieso auch mache, und dann guckt man mal wie das so verläuft. Nach zwei Monaten dann mal eine MRT Kontrolle und zwischendurch Ultraschall, um zu gucken wie sich das so entwickelt hat. Mit dieser Therapie hätte ich eindeutig die bessere Lebensqualität und viel Zeit zu Hause und für Unternehmungen. Ist halt die Frage wie lange so etwas dann gut geht und ob es zu einem Stillstand kommt. Angesetzt wäre ein halbes Jahr, tja und zur Prognose kann man, wie schon erwähnt, wirklich nicht viel sagen.

Oder aber wir probieren noch eine andere eher intensivere Infusionschemo mit zwei Medikamenten, die ich noch gar nich bekommen habe. Die Therapie wäre aber auch aus dem Behandlungsprotokoll der CWS (Cooperative Weichteilsarkom Studiengruppe). Diese würde mich aber mehr an das Krankenhaus binden, evtl. auch mit ihren größeren Nebenwirkungen. 
Pro Woche zwei Übernachtungen in der Klinik für die Infusionen mit Nachspülen der Niere. Dies dann drei Wochen lang und dann eine Woche Pause und dann wieder von vorne. Nach zwei Zyklen dann eine Kontrolle. Falls ich Entzündungen oder ähnliches bekommen würde, müsste ich dann natürlich auch stationär mit Antibiotika behandelt werden. Das wäre die Alternative, wenn man noch einmal wirklich was probieren will, so klang es im Gespräch durch. Diese Therapie würde aber wohl auch erst nach der Bestrahlung anfangen.


Das die Situation leider nicht so einfach ist wissen wir ja und ich habe jetzt ein paar Tage Zeit, um auch mit Katha und meinen Eltern darüber nachzudenken. Ich habe ja gesagt, dass ich auf jeden Fall noch etwas probieren will, also wird eine der beiden Optionen definitv gemacht!
Am Dienstag gehts dann weiter: Einmal Blutbild, körperliche Untersuchung und Besprechung. Morgen und am Montag natürlich die Bestrahlung.

Also denn bis demnächst!


Basti

Kommentare:

  1. Es ist gut, dass Ihr die Entscheidung nicht übers Knie brecht. Ich wünsche Dir, dass Du die Variante findest, die alle Probleme beseitigt. Und Katha und Dir wünsche ich, dass Ihr viel gemeinsame Zeit erlebt, die Euch Erholung von all den Strapazen und viel Kraft liefert.

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    1. Vielen lieben Dank! Wäre super, wenn du noch deinen Namen drunter schreibst, damit ich weiß von wem die guten Wünsche kommen ;-) Falls du anonym bleiben willst, ist das natürlich auch kein Problem!

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  2. Lieber Basti

    gib nicht auf !!
    Selbst wenn die Situation im Moment nicht so rosig aussieht, gibt niemals auf, weil dann hat der Krebs eh schon gewonnen.

    Ich hoffe, das deine Behandlung jetzt anschlägt und das du bald nicht merh so viele Schmerzen und Qualen erleiden musst, sondern das du dein leben wieder in vollen Zügen genießen kannst :)

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    1. Ich werde weiterhin mein Bestes geben und versuchen mir trotzdem schöne Augenblicke während der Therapie usw. zu ermöglichen ;-)

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    2. Harte Zeit, Basti!
      Morgen ist wieder Blutbild angesagt, hast Du geschrieben.

      Ich rufe Deinen blog täglich auf und finde es ganz stark, dass Du uns informierst. Danke Dir dafür, Basti!

      Ich freue mich, von Dir zu hören,zu lesen und Dich zu sehen, wenn es Dir passt.

      Betina

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  3. Du schaffst das schon, ich glaube an dich und schicke dir kraftvolle Gedanken!

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  4. Ich schaue hier täglich vorbei, um zu sehen, ob es Neuigkeiten gibt und wie es Dir gerade geht unter der Behandlung. Ich wünsche Dir, dass Du möglichst viele angenehme Momente erlebst trotz des ganzen Mistes. Ich drücke Dir so fest die Daumen, dass eine der Behandlungsoptionen voll durchschlägt und alle unerwünschten Zellen abtötet; zum Glück ist es noch viel zu früh, um den Kopf in den Sand zu stecken. Hab eine angenehme Woche!

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